Wo war Bootstrapping auf
der Kostenseite möglich?

Unter Bootstrapping verstehen wir bei HERformance den bewussten Aufbau unseres Unternehmens mit minimalem externem Kapital und maximaler Nutzung eigener Ressourcen. Ziel ist es, die Fixkosten in der Startphase tief zu halten, finanzielle Risiken zu reduzieren und gleichzeitig flexibel auf Marktfeedback reagieren zu können.

Konkret bedeutet das für uns: Wir priorisieren Investitionen strikt nach ihrem direkten Kundennutzen, setzen auf skalierbare digitale Lösungen statt teurer Infrastruktur und nutzen die Kompetenzen innerhalb unseres Gründerteams, bevor externe Dienstleistungen eingekauft werden. Räume, Tools und Marketingmassnahmen werden zunächst schlank umgesetzt und erst bei nachweislichem Wachstum erweitert.

Bootstrapping ist für uns nicht nur eine Kostenstrategie, sondern ein unternehmerisches Prinzip: Wir wachsen kontrolliert, testen unser Angebot früh am Markt und investieren schrittweise – immer mit dem Ziel, langfristige finanzielle Stabilität und nachhaltiges Wachstum zu sichern.

Was waren die Herausforderungen der Sequenz und wie wurden sie gelöst.

In dieser Sequenz standen wir als Gründerteam vor der zentralen Frage: Kann unser Businessmodell wirtschaftlich funktionieren und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Die grösste Herausforderung war, unsere Vision in konkrete Zahlen zu übersetzen. Plötzlich ging es nicht mehr nur um Ideen, sondern um reale Kosten, Preise und Wachstumsszenarien.

Besonders anspruchsvoll war die Definition einer realistischen Kostenstruktur. Wir mussten entscheiden, wo wir investieren wollen und wo bewusst Bootstrapping möglich ist. Gemeinsam haben wir unsere interne Kostenliste kritisch überprüft und jede Position hinterfragt: Was ist wirklich notwendig für den Start? Was kann später skaliert werden? Wir haben uns entschieden, in der Anfangsphase möglichst schlank zu starten und bestehende Ressourcen zu nutzen, um das finanzielle Risiko gering zu halten.

Die Lösung lag in einem strukturierten Vorgehen: Wir haben unser Revenue-Modell Schritt für Schritt aufgebaut und anschliessend drei ROI-Szenarien entwickelt. Durch den Vergleich von Worst-Case, realistischer Entwicklung und Best-Case konnten wir unser Geschäftsmodell aus verschiedenen Perspektiven testen und besser verstehen, ab wann wir einen Gewinn oder Verlust haben. 

Was ist aus «Gründer-Sicht» das essentiellste Resultat der Sequenz.

Aus Gründer-Sicht ist das wichtigste Resultat dieser Sequenz die finanzielle Transparenz unseres Businessmodells. Wir wissen jetzt konkret, ab welchem Punkt unser Unternehmen profitabel arbeiten kann und welche Stellschrauben den grössten Einfluss haben. Die Arbeit an den Szenarien hat uns gezeigt, dass unser Geschäftsmodell tragfähig ist aber nur, wenn wir Kosten diszipliniert steuern und unser Wachstum bewusst planen. Diese Klarheit gibt uns Sicherheit für zukünftige Entscheidungen und bildet die Grundlage für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Uns ist bewusst, dass unser Geschäft phasenweise Verluste machen könnte. Deshalb haben wir frühzeitig Strategien entwickelt, um in einer solchen Situation schnell zu reagieren und unser Unternehmen wieder stabil und profitabel auszurichten.

Was sind aus «Gründer-Sicht» die 3 grössten Learnings der Sequenz.

Erstens haben wir gelernt, dass realistische Annahmen wichtiger sind als optimistische Prognosen. Ein solides Finanzmodell basiert auf nachvollziehbaren Zahlen und nicht auf Wunschdenken. Zweitens wurde uns bewusst, wie entscheidend Bootstrapping in der Startphase ist. Durch die gezielte Reduktion von Fixkosten und den Einsatz kostengünstiger Lösungen schaffen wir uns finanziellen Spielraum und bleiben flexibel. Drittens haben wir verstanden, wie wertvoll Szenario-Planung ist. Die verschiedenen ROI-Szenarien helfen uns, Risiken frühzeitig zu erkennen und strategisch zu handeln, anstatt nur zu reagieren.

Was nimmt die Gruppe mit für Ihren Alltag?

Für unseren Alltag nehmen wir ein deutlich geschärftes unternehmerisches Denken mit. Wir betrachten Entscheidungen nicht mehr isoliert, sondern immer im Zusammenhang mit ihrer finanziellen Wirkung. Gleichzeitig hat diese Sequenz unsere Zusammenarbeit als Gründerteam gestärkt. Wir haben gelernt, Zahlen offen zu diskutieren, unterschiedliche Einschätzungen einzubeziehen und gemeinsam fundierte Entscheidungen zu treffen. Diese Arbeitsweise wird uns nicht nur im weiteren Projektverlauf, sondern auch in zukünftigen unternehmerischen Situationen begleiten.

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